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Schulen, Kitas, Sporthallen und Verwaltungsgebäude benötigen täglich Wärme und Strom. Die damit verbundenen Ausgaben belasten kommunale Haushalte. Gleichzeitig bleibt im Verwaltungsalltag häufig wenig Zeit, die Verbräuche einzelner Gebäude genauer zu untersuchen. Dabei können bereits eine besser eingestellte Heizung oder angepasste Betriebszeiten helfen, unnötigen Energieverbrauch zu vermeiden.
Mit dem Start von Kom.EMS in Mecklenburg-Vorpommern bietet sich Kommunen die Gelegenheit, ihre Liegenschaften systematisch in den Blick zu nehmen. Kom.EMS unterstützt den Aufbau und die Weiterentwicklung eines kommunalen Energiemanagements. Dahinter steht ein geregeltes Vorgehen: Verbrauchsdaten erfassen, Zuständigkeiten klären, Verbesserungen umsetzen und deren Wirkung überprüfen.
Die Landesenergie- und Klimaschutzagentur Mecklenburg-Vorpommern, kurz LEKA MV, richtet hierfür eine zentrale Koordinierungsstelle ein. Sie begleitet Kommunen mit fachlicher Unterstützung, Schulungen und Wissenstransfer. Kom.EMS unterstützt den Prozess von der Bestandsaufnahme bis zu einer möglichen Zertifizierung.
Der praktische Nutzen geht jedoch über ein Zertifikat hinaus. Energiefragen sollen dauerhaft in den Verwaltungsalltag eingebunden werden. Arbeiten Verwaltung, Gebäudeverantwortliche und technische Fachkräfte zusammen, lassen sich Auffälligkeiten schneller erkennen und Maßnahmen gezielter umsetzen.
Am Anfang steht eine einfache Frage: Welches Gebäude verbraucht wie viel Energie? Dafür werden Strom- und Wärmeverbräuche zusammengeführt und regelmäßig ausgewertet. Angaben zur Gebäudefläche, zur Nutzung und zu den Betriebszeiten ergänzen das Bild.
Ein hoher Verbrauch ist allerdings noch kein Beweis für einen schlechten Gebäudebetrieb. Eine intensiv genutzte Sporthalle hat andere Anforderungen als ein kleines Verwaltungsgebäude. Auch das Wetter beeinflusst den Wärmebedarf. Deshalb müssen die Zahlen im jeweiligen Zusammenhang betrachtet werden.
Die Auswertung kann Hinweise auf unnötige Laufzeiten, unpassende Einstellungen oder technische Probleme liefern. Läuft die Heizung während längerer Schließzeiten unverändert weiter? Passen die Betriebszeiten der Lüftung zur tatsächlichen Gebäudenutzung? Solche Fragen lassen sich häufig prüfen, bevor größere Baumaßnahmen anstehen.
Verlässliche Daten schaffen zugleich eine Grundlage für Investitionsentscheidungen. Sie helfen, Sanierungen zu priorisieren und technische Lösungen zu vergleichen. Nach der Umsetzung lässt sich außerdem besser beurteilen, ob die erwarteten Verbesserungen tatsächlich eingetreten sind.
Kom.EMS kann in Mecklenburg-Vorpommern ein wichtiges Bindeglied zur kommunalen Wärmeplanung sein. Während die Wärmeplanung die künftige Wärmeversorgung im gesamten Gemeindegebiet betrachtet, richtet das Energiemanagement den Blick auf die eigenen Schulen, Kitas und Verwaltungsgebäude.
Werden beide Aufgaben miteinander verbunden, können Kommunen die Sanierung ihrer Gebäude und deren künftige Wärmeversorgung besser aufeinander abstimmen. Verbrauchs- und Gebäudedaten aus dem Energiemanagement können hierfür eine praktische Grundlage schaffen.
So lässt sich beispielsweise untersuchen, wie stark eine Sanierung den Wärmebedarf einer Schule senken könnte. Diese Erkenntnis ist auch für die Auslegung einer neuen Heizung oder die Bewertung eines möglichen Wärmenetzanschlusses wichtig. Gebäudesanierung und Wärmeversorgung sollten deshalb nicht unabhängig voneinander geplant werden.
Neben den Energiekosten sollten Kommunen die für ihre Gebäude maßgeblichen gesetzlichen Anforderungen prüfen. Dazu gehören die Anforderungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG), soweit diese in der jeweils geltenden Fassung anwendbar sind, sowie die geplanten Vorgaben des Gebäude-öffentlicher-Einrichtungen-Sanierungsgesetzes (ÖffEGSanG).
Der vorliegende ÖffEGSanG-Referentenentwurf vom 6. Oktober 2026 sieht Sanierungsziele vor, die auch kommunale Gebäude einbeziehen. Die Ziele richten sich zunächst an Bund und Länder. Die nähere Umsetzung gegenüber Kommunen soll durch die Länder geregelt werden. Eine pauschale, bereits geltende Sanierungspflicht für jede Kommune lässt sich daraus nicht ableiten.
Außerdem sieht der Entwurf ein Gebäudeinventar vor. Darin sollen unter anderem Nutzflächen, Energieausweise und Energieverbräuche erfasst werden. Ein strukturiertes Energiemanagement kann helfen, solche Daten frühzeitig zusammenzuführen und verfügbar zu halten.
Für Kommunen empfiehlt es sich daher, Betriebsoptimierung, Sanierungsbedarf und künftige Wärmeversorgung gemeinsam zu betrachten. Kom.EMS kann dafür Daten, Zuständigkeiten und Arbeitsabläufe strukturieren. Es ersetzt jedoch weder die gebäudespezifische Prüfung gesetzlicher Anforderungen noch die technische Planung und Umsetzung notwendiger Sanierungen.
Auch Fördermöglichkeiten sollten frühzeitig betrachtet werden. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen dem Einstieg in Kom.EMS und ergänzenden Beratungs- oder Investitionsleistungen. Nicht jede dieser Aufgaben wird automatisch durch dasselbe Programm unterstützt.
Für geeignete Klimaschutzberatungen, darunter Fokusberatungen, können Förderangebote infrage kommen. Ob eine Kommune Unterstützung erhält und wie hoch diese ausfällt, hängt von den aktuellen Programmbedingungen und dem konkreten Beratungsumfang ab. Vor einer Beauftragung sollten deshalb Förderfähigkeit, Antragsfristen und Vorgaben zum Projektbeginn geklärt werden.
Ein weiterführender Schritt kann sein, Photovoltaik, Stromspeicher und den Strombedarf mehrerer kommunaler Liegenschaften gemeinsam zu betrachten. Eine Schule verfügt möglicherweise über eine geeignete Dachfläche für eine Solaranlage. Andere Gebäude benötigen Strom zu unterschiedlichen Tageszeiten. Daraus ergibt sich die Frage, wie Erzeugung und Verbrauch sinnvoll zusammenspielen können.
Das Beratungskonzept für Mülsen greift diesen Ansatz auf. Vorgesehen ist, den Ausbau von Photovoltaik und Speichern sowie unterschiedliche Modelle zur Nutzung des erzeugten Stroms in weiteren Liegenschaften zu untersuchen. Dazu gehören Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen und ein konkreter Umsetzungsfahrplan. Das Konzept beschreibt einen angebotenen Untersuchungsansatz, kein bereits nachgewiesenes Umsetzungsergebnis.
Auch Energy Sharing, also die gemeinsame Nutzung erneuerbaren Stroms über das öffentliche Netz, kann Gegenstand einer solchen Untersuchung sein. Dafür müssen unter anderem die rechtlichen Voraussetzungen, Verträge, Messkonzepte und organisatorischen Zuständigkeiten geprüft werden. Ob ein Modell technisch umsetzbar und wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt von den örtlichen Bedingungen ab.
BCC ENERGIE verbindet die Analyse kommunaler Energieverbräuche mit der Prüfung möglicher Folgeprojekte. So können aus vorhandenen Daten konkrete Handlungsmöglichkeiten entstehen: von der Betriebsoptimierung über die Vorbereitung von Sanierungen bis zur gemeinsamen Betrachtung von Photovoltaik, Speichern und Strombedarf. Im Mittelpunkt stehen Lösungen, die zu den Gebäuden, den personellen Möglichkeiten und dem kommunalen Budget passen. Ein Projekt mit BCC ENERGIE bietet Ihrer Kommune:
Mehr Orientierung: Eine strukturierte Bestandsaufnahme macht Verbräuche, Handlungsbedarf und offene Fragen nachvollziehbar.
Bessere Entscheidungsgrundlagen: Gebäudebetrieb, Sanierungsbedarf und künftige Energieversorgung werden im Zusammenhang betrachtet.
Konkrete nächste Schritte: Ein abgestimmter Fahrplan hilft, Maßnahmen zu priorisieren und die Umsetzung vorzubereiten.