Initiiert von der EnergieWerkStadt® eG – einem interdisziplinären Team aus Energieexpert:innen, Stadtplaner:innen, Architekt:innen und Softwareentwickler:innen– und BCC Energie, bringt KEEN frischen Wind in die kommunale Energiewende. Das Ziel: Barrieren abbauen, Chancen schaffen und gemeinsam Lösungen entwickeln, die wirklich funktionieren.
Die ersten beiden KEEN-Netzwerke in Thüringen nehmen Gestalt an. Die EnergieWerkStadt hat Städte, Gemeinden, Verwaltungsgemeinschaften und Landgemeinden eingeladen, gemeinsam den Schritt von der kommunalen Wärmeplanung und anderen Konzepten in die konkrete Umsetzung zu gehen.
Zum Start sind zwei regionale Netzwerke vorgesehen:
für Kommunen im mittleren Thüringen
für Kommunen im Osten Thüringens
Für jedes Netzwerk wurden rund 20 Städte, Gemeinden, Verwaltungsgemeinschaften und Landgemeinden angesprochen. Verwaltungsgemeinschaften und Landgemeinden können dabei mit einer oder mehreren ihrer Mitgliedsgemeinden teilnehmen.
In vielen Kommunen liegen inzwischen Kommunale Wärmeplanungen, energetische Quartierskonzepte oder andere Entwicklungsstrategien vor oder sind angearbeitet. Die entscheidende Frage lautet nun: Wie werden daraus umsetzbare Projekte?
Genau hier setzt KEEN an. Im Netzwerk werden konkrete Themen der teilnehmenden Kommunen aufgegriffen, zum Beispiel:
• energetische Entwicklung von Dörfern, Quartieren und Ortsteilen,
• dezentrale und gemeinschaftliche Wärmeversorgung,
• Nutzung lokaler erneuerbarer Energie- und Wärmequellen,
• Sektorenkopplung, Speicher und Energy Sharing,
• Klimaanpassung und resiliente kommunale Infrastrukturen,
• Betreiber-, Finanzierungs- und Fördermodelle,
• Entwicklung konkreter Projekte bis hin zur Vorbereitung der Umsetzung.
Dabei muss nicht jede Kommune dieselben Aufgaben lösen. Das Netzwerk schafft einen gemeinsamen Rahmen, in dem lokale Fragestellungen vertieft und Erfahrungen, Methoden und Lösungen geteilt werden können.
KEEN Thüringen startet nicht bei null. Es ist Teil des KEEN-Verbundes, in dem Erfahrungen aus bestehenden kommunalen Energieeffizienz-Netzwerken und deren Umsetzungspraxis gebündelt werden.
Erfahrungen und erprobte Ansätze insbesondere aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern können damit für Thüringen genutzt und an die Bedingungen des ländlichen Raums angepasst werden.
Das bedeutet für die teilnehmenden Kommunen: nicht alles selbst und nicht alles neu entwickeln zu müssen. Fachwissen, Erfahrungen und Lösungsansätze werden im Verbund geteilt – gleichzeitig bleiben die konkreten Projekte vor Ort individuell.
Die EWS übernimmt das Netzwerkmanagement für KEEN Thüringen. Das passt unmittelbar zu unserer bisherigen Arbeit:
Damit können wir dort ansetzen, wo vielerorts bereits Wissen, Daten und Ideen vorhanden sind – und gemeinsam mit den Kommunen daraus realisierbare nächste Schritte entwickeln.